Frühjahrsputz

Der große Frühjahrsputz – wie Sie einem Befall von Nagern effektiv vorbeugen

Nagern

Bild von Peter Heckert / flickr.com – (CC BY-SA 2.0)

Der Sommer hat Deutschland fest im Griff – auch Nagetiere schnuppern die Liebe in der Luft und vermehren sich auf rasante Art.

5 bis 7 Junge hat ein durchschnittlicher Wurf der Hausmaus, bei der Ratte sind es schon 8 bis 12, und das ganze 7 Mal im Jahr.  Der Nachwuchs braucht eine sichere Umgebung: Wärme, Schutz vor Raubtieren und Zugang zu Wasser und Nahrung. Wo lässt sich das besser finden als in Ihrem Zuhause?
Wir zeigen Ihnen, wie Sie ihr Haus im Handumdrehen Mäuse- und Rattensicher machen können und worauf Sie beim Frühjarsputz achten sollten. Mit Hilfe dieser vorbeugenden Maßnahmen schützen Sie Ihre Familie vor den krankheitsübertragenden, kabelanfressenden,  Lebensmittel klauenden Schädlingen.

Keine Einladung zum Mitternachts-Snack

Mäuse und Ratten sind nachtaktiv und suchen sich ihre Nahrung größtenteils im Schutz der Dunkelheit. Sie lieben aufbewahrte Lebensmittel im Keller und in Lagerräumen genauso wie Ihre Küche, drei Bereiche, in dem sie die größten Chancen auf Futter haben. Die Nager sind wahre Allesfresser und nehmen sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung an: Obst, Gemüse, Müsli, Brot, Schokolade, Nüsse – es schmeckt ihnen alles.

Mit dieser Checkliste machen Sie es Mäusen und Ratten so schwer wie möglich, geeignete Futter- und Wasserquellen zu finden:

• Verschließen Sie alle Behälter mit Nahrungsmitteln sorgfältig. Hierzu gehören auch Trockennahrung, Futter für Ihre Haustiere und Vogelfutter. Am besten bewahren Sie Ihre Nahrungsmittel in geschlossenen Schränken auf anstatt auf Arbeitsflächen.
• Halten Sie Arbeitsflächen und Bereiche, in denen Lebensmittel aufbewahrt und verarbeitet werden, sauber. Krümel und auf den Boden gefallene Reste ziehen Nager magisch an.
• Reinigen Sie schwer zugängliche Bereiche, wie unter dem Ofen und hinter dem Kühlschrank.
• Lassen Sie keine Wasserquellen (z.B. Gläser mit Wasser) über Nacht herumstehen.
• Reinigen Sie abends die Näpfe Ihrer Haustiere.
• Bewahren Sie Ihre Abfälle stets verschlossen und an einem sicheren Ort auf.
• Entsorgen Sie keine Speisereste über die Toilette oder ihr Waschbecken, da hierdurch Ratten angelockt werden.

Lassen Sie die ungewollten Besucher gar nicht erst herein

Dies ist unbestritten die wichtigste, aber auch schwierigste Maßnahme. Nager können extrem kleine Öffnungen nutzen und wenn sie erst einmal im Haus sind, erreichen sie Ihre Küche oft über Löcher für Installationsrohre. Daher sollten Sie alle Zugänge gründlich untersuchen und abdichten. Wir zeigen Ihnen, was Sie tun können, um den Nagetieren einen Zugang zu erschweren, und welche Materialien sich hierfür eignen.
• Decken Sie Ihren Schornstein mit einem engmaschigen Gitter ab.
• Dichten Sie Löcher und Risse im Fundament, in Wänden und Kellern ab.
• Bringen Sie engmaschige Gitter an Fenstern und Türen an.
• Versiegeln Sie Schächte und Zugänge für Installationsleitungen und –rohre.
• Decken Sie Ab- und Zuluftschächte mit Metallgittern oder Sieben ab.
Geeignete Materialien:
• Beton
• Abdichtstoffe
• Rostfreie Metallgitter
• Stahlwolle
• Blech

Bieten Sie keinen Unterschlupf im Außenbereich
Mäuse und Ratten kommen von draußen. Daher ist es wichtig, den Nagern in Ihrem Garten und Außenbereichen keine Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten, oder sie gar mit Futterquellen anzulocken.

• Erhöhen Sie Holzstapel und Mülltonnen mit einem Abstand von mindestens 45cm zum Boden.
• Lagern Sie Brennholz möglichst weit vom Haus entfernt.
• Schneiden Sie verwilderte Pflanzen, Büsche und Sträuche zurück, bis der Boden unter ihnen sichtbar ist.
• Räumen Sie Schutt und Abfälle weg.
• Lagern Sie Ihren Kompost vom Haus entfernt, denn die Garten- und Küchenabfälle auf Ihrem Komposthaufen sind eine hervorragende und beliebte Futterquelle für Ratten und Mäuse.
• Stellen Sie Ihre gefüllten Müll- und Biosäcke erst kurz vor der Abholung an die Straße.

Worauf Sie beim Putzen achten sollten
Mäuse und Ratten können gefährliche Parasiten mit sich bringen und dadurch Krankheiten auf den Menschen übertragen. Besonders riskant ist das Hantavirus, welches durch Fäkalien, Harn und andere Körperflüssigkeiten übertragen wird, und schwere Atemwegsprobleme und Nierenversagen verursachen kann. Beim Putzen und der Beseitigung von Nager-Hinterlassenschaften ist es wichtig, einen direkten Kontakt zu vermeiden.
• Tragen Sie wasserfeste Handschuhe bei der Entsorgung von toten Nagetieren. Die Tiere sollten entweder verbrannt oder in gut verschlossenen Plastikbeuteln entsorgt werden.
• Wirbeln Sie keinen Staub auf, sondern wischen Sie Harn und Ausscheidungen mit einem feuchten Tuch auf oder beseitigen Sie diese mithilfe eines Staubsaugers.
• Sorgen Sie für ausreichende Belüftung durch geöffnete Fenster und Türen
• Desinfizieren Sie mit Ausscheidungen verschmutzte Bereiche. Sie können hierfür einen Teil Bleichmittel mit acht Teilen Wasser mischen – Tragen Sie in jedem Fall Handschuhe!

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie ein Problem mit Nagern haben, reichen reine Präventionsmaßnahmen nicht mehr aus. In diesem Fall empfehlen wir eine Kombination aus Bekämpfung und Vorbeugung, wie bspw. passende Mausefallen sowie Produkte zur Ultraschall-Abwehr.

Dies ist ein Gastbeitrag von Eva für Victorfallen.de.  Finden Sie weitere Tipps und Ratschläge zur effektiven Bekämpfung von Ratten und Mäusen auf den ausführlichen Hilfe-Seiten von Victorfallen.de.

 

Bild von Peter Heckert / flickr

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